Hanf zurück auf den Teller
Wer denkt, dass die Hanfpflanze eine neue Modeerscheinung ist, der fehlt. Hanf, als alte europäische Kulturpflanze, war hierzulande bis in die 1930er Jahre weit verbreitet. Sie gilt als einer der grössten Nährstofflieferanten, den die Natur zu bieten hat und birgt noch nicht ausgeschöpfte Potentiale in sich. Und deshalb wird aus der HanfNuss alles rausgeholt, was in ihr steckt und das ist enorm viel. „Man beachte die Inhaltsstoffe“. Die wohl meistunterschätzte Nutzpflanze der Menschheit ist wieder zu einem wesentlichen Teil unseres Speiseplans geworden. Hier einige Infos, Tipps & Rezepte, um mit HanfLebensmitteln zu kochen.
So vielseitig schmeckt Hanf
Ob zum Frühstück, fürs Znüni, zum Apéro oder fürs Abendessen – Hanf überrascht mit seinem fein nussigen Geschmack und seiner Vielseitigkeit. Vom aromatischen Hanföl über cremige Hanfnüsse bis zum knusprigen Kinohanf: Jedes Produkt bringt eine besondere Note in die Küche und lässt sich ganz unkompliziert verwenden.
Unsere Favoriten:
Hanföl Mit seinem nussigen Aroma veredelt es Salate, Gemüse, Pasta, Risotto, in die Marinade oder sogar übers Vanilleglace.
Geschälte Hanfnüsse Die Allrounder für jeden Tag. Ins Müesli, über den Salat, in Bowls, aufs Brot oder direkt zum Kochen und Backen (regionaler Ersatz für Kokosflocken).
Kinohanf Geröstet und leicht gesalzen – der perfekte Snack für zwischendurch, zum Apéro oder als knuspriges Topping über Salaten und Suppen.
HanfProtein Die natürliche Proteinquelle aus Hanfsamen. Perfekt für Smoothies, Porridge, Brot, Pancakes oder Energy Balls. Verleiht Speisen eine feine nussige Note
Hanftee Warm ein milder Genuss. Im Sommer mit Eiswürfeln, Zitrone und Minze ein herrlich erfrischender Hanf-Eistee.
Und jetzt wird gekocht!
Rezeptideen
Protein Balls aus geschälten HanfNüssen
Ein toller Snack für unterwegs… und erst noch selbst gemacht! Zutaten für Proteinpower in Form von ca. 10 Balls.
50g getrocknete Feigen, Äpfel oder andere Früchte
30g geschälte HanfNüsse
1 Kaffeelöffel Birnel
Alles im Mixer homogen mixen
15g geschälte HanfNüsse, leicht in der Pfanne rösten und separat halten
Geschälte HanfNüsse und Birnel im Mixer zu einer Paste zerkleinern. Dann diee Früchte zugegeben und mitmixen, bis die Früchte noch leicht stückig sind. Anschliessend aus der Masse mit den Händen kleine Bällchen formen. Die Bällchen in den gerösteten geschälten Hanfnüssen drehen, so dass die Oberfläche mit Nüssen bedeckt ist und die Bällchen nicht aneinander kleben.
Weitere Tipps: Geröstet über den Salat streuen. Als Basis für Pasten mit Gemüse, Kräuter oder Früchten verwenden (einfach im Mixer zu einer Paste zerkleinern). Im Smoothie als Spender von essentiellen Fett- und Aminosäuren verwenden… etc. etc. etc. … es gibt vieles zu entdecken.
Hanfbrot mit HanfProtein
Beim Hanfbrot Rezept ersetzen wir 10% des herkömmlichen Mehls mit HanfProtein. Dadurch bekommt der Teig einen leicht nussigen Beigeschmack und ist dank der Ballaststoffe zugleich gesünder. Zutaten für ein Hanfbrot oder etwa 15 Hanfbrötchen.
700 g Mehlmischung für Brot
200 g Einkornmehl
100 g HanfProtein
7 g Salz (Vorsicht! Manchmal ist das Salz schon in der Mischung enthalten)
10 g Hefe
15 g Quark
15 g HanfOel
550 g Wasser
Und so funktionierts: Zu Beginn alles rund 8 Minuten kneten lassen. Danach weitere 5 Minuten von Hand kneten. Nach mindestens 3 Stunden Ruhephase an einem warmen Ort, kann man (falls gewünscht) die Brötchen formen. Zum Schluss zuerst für 10 Minuten bei 250°C backen, anschließend bei 180°C für weitere 20 Minuten. Dabei einmal umschichten. Anschliessend kann das HanfBrot genossen werden.
Tipp: Es lassen sich auch andere Rezepte mit HanfProtein ergänzen. Es eignet sich zum Beispiel bei Pizzateig- oder Crepés Rezepten als Ersatz. Maximal empfehlen wir 20% des Mehlanteils auszutauschen. Probieren geht dabei über studieren.
Crêpes mit HanfProtein
Diese Crêpes beleben den Körper bereits am Morgen. Geballte Ladung an pflanzlichem Protein. Die Rezeptur ergibt 4-6 Crêpes.
170 g Weissmehl
35 g HanfProtein
35 g Zucker
1 g Salz
400 g Milch
2 Eier
Und so funktionierts: Mehl und HanfProtein in einer Schüssel mischen.
Die weiteren Zutaten verquirlen und der Mehlmischung beifügen. Zu einer homogenen Masse rühren und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Bratpfanne erhitzen und mit Butter ausfetten. Eine Kelle voll Teig in die Pfanne geben und mit Schwenkbewegungen verteilen. Sobald sich der Teigrand an der Pfanne löst ist der Crêpe zum wenden bereit. Er sollte goldbraun sein.
Rebeccas Tipp: Der erste ist immer der “Opfercrêpe” – der wird selten schön. Mit etwas Übung klappt es bestimmt. Der Crêpe kann mit diversen Konfitüren, Schokolade-, Sirup- oder Fruchtsaucen und einem Klecks Schlagrahm verfeinert werden. En Guete!
Zudem: HanfProtein passt hervorragend in Smoothies, im Brot zur Mehlmischung (einfach 10-15% des Mehles damit ersetzen) oder zum Zmorgen im Müesli (ca. 1 gehäufter Esslöffel).
Hanf Brownie mit geschälten & ungeschälten HanfNüssen
Gäste verzaubern mit dem Klassiker im Hanfbereich. Unberauschend aber beeindruckend proteinreich. Die Rezeptur ergibt ein Backblech.
300 g Couverture
200 g Butter
200 g Bio Zucker
150 g HanfProtein
100 g geschälte HanfNüsse
100 g HanfNüsse, leicht geröstet
1/2 Stk. Vanilleschote
1 Teelöffel Zimt
4 Bio Eier
Und so funktionierts: Zucker und HanfPulver in einer Schüssel vermischen. Die HanfNüsse in einer Bratpfanne gleichmässig verteilen und unter ständigem schwenken anrösten (Kein Öl verwenden). Die Couverture mit dem Butter zusammen im Wasserbad schmelzen lassen und gut vermischen. Alle übrigen Zutaten separat in der Schüssel mit der Couverture-Butter Mischung vermengen. Diese Masse zu einem homogenen flüssigen Teig verrühren. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Masse gleichmässig darauf verteilen. Alternativ kann auch eine mit Mehl bestäubte Backform verwendet werden um eine Cakeform zu erhalten. Die Brownies während 15 – max. 45 Minuten bei 180°C backen (Abhängig von der Leistung des Backofens). Und ab da, warm oder ausgekühlt geniessen!
Rebeccas Tipp: Die HanfNüsse sind einfach zu rösten, man sollte aber auf der Hut sein um sie nicht zu überrösten. Das heisst: Stetig am Herd sein und die Pfanne leicht schwenken. Sobald die ersten Nüsse anfangen zu springen, die Pfanne von der Hitze nehmen und weiter schwenken um leicht auszukühlen. Dann in einem anderem Gefäss auskühlen lassen. Öl benötigt das Rösten von Hanfnüssen nicht. Denn die Nüsse enthalten bereits genügend Fett, das bei Hitze leicht astritt und die Nüsschen umgibt.